"Der Auerochs - Seine Ahnen und Nachkommen"
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Auerochsenzucht e. V.
und dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München
vom 12. Mai bis 03. Oktober 2012

Das Museum Jagd und Wild auf der Burg Falkenstein widmet seine diesjährige Sonderausstellung einem der einst größten Landtiere Europas und Stammvater aller Hausrinderrassen. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Auerochsenzucht e. V. (VFA), dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München, dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald sowie weiteren wissenschaftlichen Institutionen und Privatpersonen lenkt es den Blick auf den Auerochsen oder Ur, auf Aspekte der Natur- und Kulturgeschichte, auf Mythos, Archäologie und Kunst rund um den archaischen, kraftstrotzenden Ur sowie auf die Versuche seiner Rückzüchtung und die ökologische Bedeutung seiner Nachkommen heute.
Das Ende der Auerochsen und Rückzüchtungsversuche der Gebrüder Heck
Es war nicht nur die Jagd, die den Auerochs im Mittelalter an den Rand seiner Existenz brachte, auch die sich zunehmend ausdehnende Kulturlandschaft hat den Ur aus den letzten Wildnisgebieten Mitteleuropas verdrängt. Im 17. Jahrhundert war der Auerochs ausgestorben. Die Brüder Heinz und Lutz Heck, beide Zoodirektoren, hatten um 1920 die Vision, den ausgestorbenen Auerochsen zurück zu züchten. Sie starteten den Versuch, durch Rückkreuzung verschiedener Rinderrassen, die alle vom Ur abstammten, den Auerochsen wieder zum Leben zu erwecken.
Heckrinder als Landschaftspfleger
Heute werden die Nachkommen der Auerochsen, sogenannte Heck-Rinder, als natürliche Landschaftspfleger in ökologisch wertvollen Schutzgebieten eingesetzt, im Landkreis Cham zum Beispiel in der Markbachaue in der Nähe von Tiefenbach.
Der Auerochse als Mythos und in der Kultur
Die Ausstellung bietet umfangreiche Einblicke in das spannende Thema, das bis in die Ur-Zeit der Menschheitsgeschichte zurückverweist. Sie präsentiert ein eindrucksvolles, lebensecht rekonstruiertes Auerochs-Modell, das die mächtige Gestalt des Urs nachvollziehbar macht. Sie zeigt Trink- und Pulverhörner sowie historische Belege der letzten Auerochsen. Hinzu kommen Darstellungen zeitgenössischer Künstler und neueste Forschungsergebnisse.


